Howoge erhält Zuschlag für ehemalige Polizeiwa-che Rathausstraße

Am 18. September 2014 wurde nach einem europaweiten Teilnah-mewettbewerb und Verhandlungsverfahren der Zuschlag für die ehemalige Polizeiwache in der Lichtenberger Rathausstraße beur-kundet. Gewinner des Verfahrens ist die städtische Wohnungsbau-gesellschaft Howoge, die Wohnungen schaffen und eine Kinderta-gesstätte errichten wird.

Bis voraussichtlich 2017 wird die Howoge auf einer Teilfläche Wohnungen errichten und zu einem günstigen Mietpreis vermieten sowie eine Kinder-tagesstätte bauen.

„Das Konzept der Howoge war für die Jury am überzeugendsten“, sagt Birgit Möhring, Geschäftsführerin des Liegenschaftsfonds Berlin. „Ich bin sicher, dass für das Stadtumbaugebiet Frankfurter Allee Nord, in dem die Rathausstraße 12 liegt, eine gute Entscheidung getroffen wurde und das Rathausquartier einen wichtigen Entwicklungsimpuls erhält.“
Der Verkauf des ca. 6.000 m2 großen Grundstücks erfolgte über das so-genannte Konzeptverfahren. Vorrangig ist dabei die Qualität des Nut-zungskonzepts das entscheidende Kriterium. Für die Rathausstraße 12 im Bezirk Lichtenberg waren die Schaffung preisgünstigen Wohnraums, die Errichtung einer Kindertagesstätte und eine architektonisch zeitgemäße sowie energetisch nachhaltige Umsetzung gefordert. Mit dem Konzeptver-fahren folgte der Steuerungsausschuss im Rahmen der „Transparenten Liegenschaftspolitik“ den Vorschlägen des Bezirkes Lichtenberg, für die-sen Standort ein besonderes Verfahren zu wählen, bei dem die Interessen des Bezirkes eine zentrale Rolle spielten.

Der Bezirk Lichtenberg war durch seine Fachleute an der Bewertung der anonym eingereichten Konzepte beteiligt. Dr. Andreas Prüfer, Immobilien-stadtrat in Lichtenberg begrüßt die Entscheidung. „Insgesamt hat das Ver-fahren gezeigt, wie es gehen kann, wenn aus dem Bezirk klare Vorstellun-gen zur Entwicklung von Standorten vorliegen.“

Der europaweite Teilnahmewettbewerb, der keinerlei Zugangsbeschrän-kungen unterlag, startete im Oktober 2013. Sieben Teilnehmer bekunde-ten ihr Interesse. Drei Teilnehmer gingen in das sich anschließende Ver-handlungsverfahren. Um eine transparente und nachvollziehbare Beurtei-lung der Konzepte sicherzustellen, wurden Bewertungskriterien und eine Matrix erarbeitet, die es ermöglichten, das städtebauliche Gestaltungs- und das Nutzungskonzept vergleichbar zu machen. Durch die vorher festge-legte Gewichtung der Kriterien, wurde verhindert, dass zwingend der Höchstpreis den Zuschlag bekommt.

Die Bewertungsmatrix nach Punkten sah vor, dass von den insgesamt 350 zu erreichenden Punkten 200 auf die Miethöhe/Fläche/Architektur/Kita entfielen, 100 auf den Kaufpreis und 50 auf den Realisierungszeitraum.

Die Howoge erhielt die höchste Punktzahl und damit den Zuschlag für das überzeugendste Angebot für bezahlbaren Wohnraum. Das ausgewählte Angebot beinhaltete nicht den höchsten Kaufpreis, jedoch den niedrigsten Mietpreis. Die Howoge wird das Konzept in Kürze vorstellen.

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