Vorstellung
Ich lebe und arbeite in Lichtenberg, bin 45 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Von Beruf bin ich Diplomökonom und Fernmeldemechaniker.
Sie kennen mich als Lichtenberger Baustadtrat. Ich stehe für eine praktische Politik, deren Ergebnisse in Lichtenberg und Hohenschönhausen vielfach zu sehen und zu erleben sind. Die Einzelheiten dazu finden Sie auch auf dieser Homepage unter dem Menupunkt “Bilanz meiner Arbeit”. Von Berufs wegen denke ich unternehmerisch, als Stadtrat kenne ich die Verwaltung von innen und als Sozialdemokrat sehe ich mich allen Bürgerinnen und Bürgern unseres Bezirks verpflichtet.
Außerdem bin ich ehrenamtlich Vorsitzender der Lichtenberger SPD.
Schul- und Berufsausbildung
- 1972-1982 Polytechnische Oberschule in Berlin
- 1982-1985 Berufsausbildung mit Abitur zum Facharbeiter für Nachrichtentechnik in Neubrandenburg
Studium
- 1986-1990 Hochschule für Verkehrswesen “Friedrich List” in Dresden, Ökonomie des Nachrichtenwesens
- 1992-1995 Humboldt-Universität zu Berlin, Volks- und Betriebswirtschaftslehre
Berufserfahrung
- 1985-1986 Deutsche Post Berlin, Fernmeldemechaniker
- 1990-1992 Deutsche Bundespost Telekom, Sachbearbeiter in der Oberpostdirektion Berlin
- 1994-1995 Junior consultant in der Unternehmensberatung “Price Waterhouse”, Bereich Public services, Berlin
- 1995-2000 Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Bezirksstadtrat für Bau- und Wohnungswesen bis zur Bezirksfusion mit
Hohenschönhausen - 2001 Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Bezirksstadtrat für Bauen, Immobilien und Umwelt
- 2002-2006 Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Bezirksstadtrat für Umwelt und Gesundheit
- ab 2006 Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr; Stellvertretender Bezirksbürgermeister von Lichtenberg
- ab 2011 Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Bezirksbürgermeister von Lichtenberg
Sonstige Tätigkeiten und Vereinsmitgliedschaften
- Gründungsmitglied des Nachbarschaftsvereins “Kiezspinne” Frankfurter Allee Süd
- Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO)
- Mitglied des Freundeskreises des Theaters an der Parkaue
- Mitglied des Bürgervereins Karlshorst und des Fördervereins Energiekompetenzzentrum NordOst
- Vorsitzender des Lichtenberger Psychiatriebeirates (bis 2006)
- Mitglied des Verwaltungsausschusses der Bundesagentur für Arbeit, Berlin-Mitte
- Mitglied des Aufsichtsrates der Lichtenberger Seniorenheime
- Mitglied des Krankenhausbeirates im Sana-Klinikum Krankenhaus Lichtenberg (bis 2006)
- Mitglied des Krankenhausbeirates im Ev. Krankenhaus Königin-Elisabeth-Herzberge (bis 2006)
- Mitglied des Aufsichtsrats der Berliner Bäderbetriebe (bis 2001)
Arbeit in der SPD
- 1990 Eintritt in die SPD
- 1992-1994 Sprecher der Jusos Lichtenberg
- 1994-1996 Ortsvereinsvorsitzender
- seit 1996 Mitglied des Landesvorstands der SPD Berlin
- 1996-2001 Kreisvorsitzender der SPD Lichtenberg
- 2001-2002 Stellv. Kreisvorsitzender der SPD Lichtenberg-Hohenschönhausen
- seit 2002 Kreisvorsitzender der SPD Lichtenberg
- 2009 SPD-Direktkandidat für Berlin-Lichtenberg zur Bundestagswahl
Andreas Geisel – Wie ich politisch wurde. Die Geschichte meiner Jugend.
Die SPD ist offen für politisch interessierte Menschen, die sich heute zu den Grundwerten der Sozialdemokratie bekennen, auch wenn sie bisher eine andere politische Heimat oder eine Vergangenheit in der DDR hatten. Dieser Grundsatz gilt bei uns schon sehr lange, im Gegensatz zu öffentlich immer wieder falsch kolportierten, angeblichen Aufnahmesperren. Das betrifft auch mich selber, denn auch ich fand auf Umwegen zur SPD.
Mein Vater erhielt durch die DDR die Chance, 1950 im Alter von 21 Jahren zum Abteilungsleiter in der Möbelindustrie aufzusteigen, in einem Dorf bei Dresden. Die DDR hat dann dafür gesorgt, dass er sein Abitur ablegen und studieren durfte. Er war später in Leitungsfunktionen bei der Deutschen Post beschäftigt und durfte zeitweise sogar im Westen Verhandlungen führen. Die DDR war sein Leben. Sie gab ihm die Chance, von einem Lehrling mit 8 Klassen Volksschule zum Diplom-Ingenieur aufzusteigen, sein Dorf zu verlassen und in der Hauptstadt Berlin zu arbeiten. In diesem Geist wurde ich erzogen, aus einer solchen Familie komme ich. Liebevoll und gebildet, gut umsorgt, ohne Mangel und sozialistisch geprägt.
Unmittelbar nach meinem Schulabschluss stellte ich im Alter von 17 Jahren den Antrag Mitglied der SED zu werden. Da befand ich mich gerade im Internat in Neubrandenburg, das mein Vater für mich ausgesucht hatte, damit ich in seine Fußstapfen trete. Danach studierte ich in Dresden an der Hochschule für Verkehrswesen, die mein Vater ebenfalls für mich ausgesucht hatte. Dort hatte ich kluge und unabhängige Lehrer, die ab 1987/88 eine lange Diskussion zu Glasnost und Perestroika in der DDR begannen. Das faszinierte mich, denn es schien mir den Idealen des Sozialismus viel näher zu liegen, als die verkrustete Sicht des Politbüros. Ich rannte mit Gorbatschow-Buttons herum und führte Reden, die mir damals recht wild, mutig und rebellisch vorkamen. Das endete damit, dass vom ZK der SED eine Untersuchungskommission nach Dresden geschickt wurde, um dort aufzuräumen. Mein Professor wurde von der Hochschule entfernt und durfte sich “in der sozialistischen Produktion bewähren”. Und meine Mitstudenten und ich wurden ebenfalls gemaßregelt. Als dann im April 1989 die DDR-Volkskammer das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking mit lang anhaltendem Beifall begrüßte, bin ich gemeinsam mit zwei Freunden aus der SED ausgetreten – vor der Wende und mit 22 Jahren.
Insofern ist meine SED-Zeit vor allem eine Zeit des Erwachsenwerdens und der Loslösung vom Elternhaus. Der Beginn des selbstständigen Denkens und der selbstständigen Entscheidungen. Ich bin nicht stolz darauf, aber ich kann und will mich auch nicht dafür schämen.
Ich hatte im Westfernsehen immer Helmut Schmidt und Herbert Wehner bewundert und mir gesagt, wenn ich zufällig im Westen geboren wäre, dann wäre ich auch in der SPD. Nach dem Fall der Mauer habe ich die SPD erst aus der Ferne begleitet. Nach der verlorenen Volkskammerwahl und der verlorenen Bundestagswahl bin ich dann im Dezember 1990 in die SPD eingetreten, weil ich meinte, jetzt sei es an der Zeit etwas zu tun.
In der SPD treffen sich viele Menschen mit den unterschiedlichsten Lebenswegen. Aus der kirchlichen Oppositionsbewegung kommend, aus DDR-nahen Elternhäusern wie ich oder aus der Linkspartei, aus anderen Bundesländern nach Berlin gezogen oder gerade mit 19 Jahren eingetreten. Uns alle eint unser Engagement für eine demokratische, sozial gerechte Gesellschaft. Uns alle verbinden die Grundwerte der Sozialdemokratie: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.






