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Andreas Geisel
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Sehr geehrter Herr Geisel,
ich würde mir gern ein Bild von Ihnen machen, aber ich kann nicht herausfinden wann Sie wo an welchen Terminen teilnehmen.
Unter Ihrer Rückbrigng Termine sind einige Veranstaltung notiert, aber ob Sie persönlich teilnehmen bzw. wo genau manche Veranstaltungen stattfinden, kann ich nirgends finden. Viele andere SPD-Kandidaten Berlins habe Ihre Termine bei spd-berlin.de/termine öffentlicht. Nur Sie nicht. Selbst bei Frau Lötzsch ist die Organiastion besser.
Ich persönlich würde z.B. gern zum Forum Weitlingstraße am 8.9. kommen, aber leider kann ich mit dieser Information noch nicht viel anfangen. Ich bitte Sie um eine genauere (Ort-) Beschreibung.
Mit freundlichen Grüßen
S. Reich
Sehr geehrter Herr Geisel,
in Ihrem aktuellen Wahlkampf werben Sie als Politiker mit kinder- und familienfreudlichen Programmpunkten. Wir leben als Familie seit sechs Jahren in der Victoriastadt. Vor nunmehr drei Jahren bat ich bei Ihnen um einen persönlichen Gesprächstermin zur prekären Verkehrssituation in unserem Wohnkiez. Vielleicht erinnern Sie sich: 30-km/h-Zone, die nirgens eingehalten und auch nicht kontrolliert wird, fehlende geschwindigkeitshemmende Straßenaufbauten oder Einengungen, fehlende kindersichere Straßenübergänge im Wohnkiez und an der Schreibenhauer Straße. Anläßlich einer dann folgenden Besprechung in der örtlichen Anwohner,- Betroffenenvertretung versprachen Sie einen Begehungstermin mit veranwortlichen Mitarbeitern. Dieser fand dann leider gegen 11.00 Uhr statt. Die Hauptbelastungen innerhalb des Berufsverkehrs konnten Sie folglich nicht beurteilen. Nach weiteren Gesprächen – auch im bezirklichen Bauausschuss – konnte erwirkt werden, dass an der Straßenkreuzung Spittastraße/Kaskelstraße eine annähender kindersicherer Straßenübergang mit Kennzeichnung der Fahrbahn am Straßenrandbereich geschaffen wurde. Doch mit Sanierung der Gewege in der Kaskelstraße wurde die “Errungenschaft” ersatzlos beräumt.
Die Kinder haben noch immer – oder wieder keine Möglichkeit des sicheren Überquerens der Straße. Auf der Straße befinden sich noch immer keine Einrichtungen, die bei Geschwindigkeiten über 30-km/h zu Fahrzeugschäden führen können (Gummischwellen etc.). Sie hatten zudem zugesagt, die Verkehrsführung im Wohngebiet prüfen zu lassen, um alle Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen, die Hauptverkehrsbelastung aus dem Wohngebiet fern zu halten bzw. massiv einzuschränken.
Sie können mir und anderen Familien unseres Wohnkiezes sicher viele Erfolge Ihrer Arbeit oder Ihrer Teilnahme an anderen Projekten benennen. Diese kann und will ich nicht beurteilen. Die Verkehrssituation unseres Kiezes betreffend sind leider in den zurückliegenden Jahren von Ihnen und anderen politischen Vertretern Versprechen und Zusagen gemacht worden, die offenkundig nicht eingehalten wurden.
Folglich möchte ich Sie bitten, sich zu den vorgenannten Sachverhalten kurz zu erklären.
Mit freundlichen Grüßen
E. Schoepe
Sehr geehrter Herr Geisel,
gestern konnte man im Berliner Kurier wieder mal Ihre Meinung zum neuen Supermarkt in Lichtenberg lesen und ich mußte bei soviel Weltfremdheit Ihrerseits nur den Kopf schütteln. Sie sprachen davon, dass der Einzelhandel am Fennpfuhl und am Anton-Saefkow-Platz durch den neuen Supermarkt kaputtgemacht werden würde. Einzelhandel am Fennpfuhl und am Anton-Saefkow-Platz? Das war doch wohl ein Scherz, oder? Wann sind Sie das letzte Mal mit offenen Augen durch den Kiez gegangen? Es gibt am Fennpfuhl und am Saefkow-Platz de facto keinen Einzelhandel. Oder meinen Sie den Ramschladen oder Schlecker? Der Saefkow-Platz ist seit ca. 10 Jahren zum Ghetto verkommen – Kaufhof hat sich nun auch zurückgezogen, die Seeterassen sind seit Jahren zu und das Fennpfuhl-Gewässer gammelt ohne Nutzung vor sich hin. Das sind die Fakten. Und Sie erzählen was von Einzelhandel. Unglaublich. Bei solchen Aussagen muss man als Bürger Lichtenbergs daran zweifeln, dass Sie in der Lage sind, Ihre Aufgabe als Baustadtrat verantwortungsbewußt zu erfüllen. Bei der gerade erfolgten Bundestagswahl haben Sie hierfür ja schon die Quittung erhalten, indem Sie fast 2 Drittel weniger Erststimmen bekamen als die in Lichtenberg siegende Kandidatin. Und das Sie bei den Erststimmen 13,7% verloren, als einziger der Direktkandidaten, der einen Stimmenverlust zu verzeichnen hatte, ist auch nicht nur auf den Bundestrend der SPD zurückzuführen sondern auch auf Ihre gezeigte Leistung in den letzten Jahren, wofür Sie der Wähler jetzt abstrafte.
Die Bürger Lichtenbergs wünschen sich mehrheitlich den neuen Supermarkt. Er würde Ihnen neue Einkaufsmöglichkeiten erschließen und eine riesige Brache, welche seit Jahren vor sich hindümpelt, einer vernünftigen Nutzung zuführen. Machen Sie sich einfach mal die Mühe und sprechen Sie mit den Bürgern über dieses Thema anstatt von Ihrem Schreibtisch aus bürokratische Entscheidungen zu treffen. Dann werden Sie mitkriegen, wie die Lichtenberger Bevölkerung darüber denkt. Und hören Sie auf, darüber zu entscheiden, was gut oder schlecht für die Bürger ist. Das hatten wir in der DDR auch schon, wo sich die Oberen dieses auch anmaßten. Der Bürger soll über die Entwicklung seines Stadtteils entscheiden und nicht unfähige politische Kiez-Größen. Letztendlich wird sich der Markt schon selbst regulieren. Wen hat es seinerzeit interessiert, ob durch den Bau des Allee-Centers der Einzelhandel in der Konrad-Wolf-Str. negativ beeinflußt wird? Niemanden – und es gibt weiterhin Einzelhandel dort. Oder ist Ihre Entscheidung, den neuen Supermarkt nicht zuzulassen, etwa auf Druck anderer Einkaufscenter zustande gekommen. Wenn dem so ist, würde dies nicht gerade für Sie sprechen, wenn Sie solchem Druck nachgeben. Überdenken Sie also bitte nochmals Ihre Entscheidung zum neuen Supermarkt und fangen Sie endlich an, im Sinne der Bürger Lichtenbergs zu handeln.
Bevor hier ein falscher Eindruck zu meiner Person entsteht: Ich bin keiner dieser harten Verfechter, die mit Listen rumlaufen und Unterschriften für ein Volksbegehren sammeln. Ich habe mich auch noch nicht in eine solche Liste eingeschrieben, würde es aber tun, wenn mir eine solche vorgelegt werden würde. Ich bin auch weder vom Betreiber des neuen geplanten Supermarktes noch habe ich irgendwelche Kontakte zu diesem. Ich bin lediglich ein Bürger Lichtenbergs, der seit über 26 Jahren in der Große-Leege-Str. wohnt und der sich freut, wenn es in seinem Stadtbezirk aufwärts geht und den es ärgert, wenn unfähige Politiker dies, aus welchen Gründen auch immer, verhindern wollen. Ich bin weder Wähler der CDU, der Grünen, der FDP noch der SPD, habe mit dieser aber immer sympathisiert. Das es mit der SPD im Moment dermaßen bergab geht, liegt an ihrer derzeitigen Weltfremdheit und an Politikern, die unfähig sind, die Bedürfnisse der Bevölkerung/Wähler zu erkenen und danach zu handeln. Dies gilt so auf Bundesebene wie letztendlich hinunter bis in die kleinsten Verwaltungseinheiten, wofür Sie leider auch ein Beispiel sind.
In der Hoffnung, nicht zuviel Ihrer wichtigen Arbeitszeit, in der Sie sich bestimmt mit unzähligen Bürgern Lichtenbergs über den neuen Supermarkt gedanklich ausgetauscht hätten, gestohlen zu haben, verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Dietmar Bartosik
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Berlin, den 01.10.2009