Dialog über bezahlbares Wohnen eröffnet – SPD Karlshorst lud zu Diskussion ins Coppi-Gymnasium

Wohnraum in Karlshorst und anderen Lichtenberger Stadtteilen muss für Menschen aller Einkommens- und Lebensverhältnisse bezahlbar bleiben. Dies forderte die SPD Karlshorst am 7. Februar im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung zu diesem Thema.

Eingeladen hatte der Karlshorster Direktkandidat der SPD für das Abgeordnetenhaus, Gregor Költzsch. Gemeinsam mit Georg Abel vom Bürgerverein Karlshorst, Günter Brock vom Berliner Mieterverein und Andreas Geisel als Vorsitzender der SPD Lichtenberg und Baustadtrat diskutierten die Gäste über Ursachen der steigenden Mieten in Karlshorst sowie über mögliche Lösungen für dieses Problem.

Lange Zeit war die Lage am Berliner Wohnungsmarkt von hohem Leerstand und günstigen Mieten geprägt. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Vor allem sozial Schwache können sich die schnell steigenden Mieten in Karlshorst und anderen Kiezen oft nicht mehr leisten. „Es darf nicht zu einer sozialen Trennung der Stadtteile nach Einkommen der Bewohner kommen“, so Gregor Költzsch. Allerdings gäbe es auch keine Patentlösung, um die Mietpreise auf verträglichem Niveau zu halten. Vielmehr müsse man ein Gesamtkonzept von vielen Maßnahmen entwickeln, die einander ergänzen.

Der SPD-geführte Berliner Senat hat eine Initiative in den Bundesrat eingebracht, um das Mietrecht zugunsten der Mieter zu verändern. Insbesondere soll eine Kappungsgrenze für Neuvermietungen eingeführt werden. Auch der Mietspiegel, Grundlage für die Berechnung der Miete, soll zukünftig anders aufgestellt werden. „Es kann nicht sein, dass im Mietspiegel nur Neuvermietungen erfasst werden. Auf diese Weise steigt der Mietspiegel in gefragten Lagen über kurz oder lang zwangsläufig und wird dann als Grundlage für noch höhere Mieten verwendet. Stattdessen müssen auch Bestandsmieten einbezogen werden“, fordert Gregor Költzsch.
Eine weitere Möglichkeit ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum vor Ort. Denkbar ist unter anderem der Bau neuer Wohnungen auf landeseigenen Grundstücken. Die Erhöhung des Angebotes könnte dazu beitragen, die Mietpreise stabil zu halten.

Die SPD wird den begonnenen Dialog in den nächsten Monaten fortsetzen und lädt Interessierte ein, sich daran zu beteiligen.

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