Bezirksbürgermeister hisst die Flagge der Mayors for Peace

„Berlin-Lichtenberg zeigt Flagge für eine atomwaffenfreie und friedliche Welt. Als Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und gerade in Berlin haben wir eine besondere Verantwortung, uns für eine Welt ohne Atomwaffen einzusetzen. Wir haben tagtäglich selbst erlebt, wie bedrohlich es ist, während der politischen Konfrontation im Kalten Krieg in Reichweite von Atomwaffen zu sein. Noch immer werden in Deutschland Atomwaffen gelagert (Büchel/Eifel). Ihr Einsatz – egal ob unabsichtlich, aus Kalkül oder weil der Eskalationspfad einen Einsatz vorsieht – hätte katastrophale Folgen. Es gibt nur einen Weg, um sicherzustellen, dass Atomwaffen niemals eingesetzt werden: sie vollständig abzuschaffen. Das sind wir unseren Kindern schuldig“, so Geisel.

Seit Oktober 2005 ist Berlin-Lichtenberg Mitglied im internationalen Städtenetzwerk Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden), das im Jahr 1982 gegründet wurde und auf die Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki zurück geht. Heute gehören dem Netzwerk 5.645 Städte in 156 Ländern an. In Deutschland unterstützen 400 Bürgermeister und Landräte mit Ihren Städten, Gemeinden und Landkreisen das Ziel einer atomwaffenfreien Welt durch ihre Mitgliedschaft in Mayors for Peace. Damit vertritt Mayors for Peace gegenüber den Vereinten Nationen und den Regierungen der Welt mehr als eine Milliarde Menschen, wenn es um die Umsetzung der Vision einer atomwaffenfreien und friedlichen Welt geht.
Mit der Kampagne „2020 Vision“ ruft Mayors for Peace sein Mitgliedsstädte auf sich individuell und gemeinsam, in die Verhandlungen über den künftigen Verbleib von Atomwaffen einzumischen. Sie werden dabei von Friedensgruppen auf der ganzen Welt unterstützt. Das gemeinsame mittelfristige Ziel ist es, die verbindliche Vereinbarung eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen und eine Nuklearwaffenkonvention durchzusetzen, um eine atomwaffenfreie Welt bis 2020 zu erreichen.
Derzeit existieren weltweit etwa 19.500 nukleare Sprengköpfe. Neben den offiziellen Nuklearmächten (USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, China) sind auch Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea im Besitz von Nuklearwaffen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch der Iran nach Atomwaffen strebt. Hinzu kommen weitere Staaten, die z.B. durch den Besitz von Wiederaufbereitungsanlagen technisch und wissenschaftlich in der Lage wären, in kurzer Zeit Atomwaffen herzustellen

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